Lokale Erinnerungsarbeit
128 Stolpersteine im gesamten Stadtgebiet erinnern an jüdische Mitbürger, Widerstandskämpfer und „Euthanasie"-Opfer. Der Verein initiierte 2013 die ersten Verlegungen, Schülerinnen und Schüler reinigen die Steine jährlich.
Das Widerstandsmahnmal am Alten Landratsamt ehrt seit 2000 den Moerser Widerstand gegen die NS-Herrschaft – ermöglicht durch eine Bürgerinitiative des Vereins mit 700 Unterschriften.
Das Moorsoldaten-Denkmal in Meerbeck (2024) erinnert an Johann Esser, den Dichter des weltbekannten „Moorsoldatenliedes". Die Einweihung stand unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas. Die Website www.moorsoldaten.info vernetzt Moers mit internationaler Gedenkarbeit.
Der jüdische Torbogen in der Altstadt markiert den Ort der zerstörten Synagoge. Hier finden regelmäßig Gedenkveranstaltungen statt.
Das Alte Landratsamt beherbergt seit 2022 die Dauerausstellung zur Demokratiegeschichte – der Verein wirkte aktiv am Konzept mit und gründete 2015 den Trägerverein „Neue Geschichte im alten Landratsamt".
Auf Moerser Friedhöfen ruhen Zwangsarbeiter – der Verein organisiert dort regelmäßig Gedenkfeiern, zuletzt 2025 zum 80. Jahrestag der Befreiung.
Weitere Erinnerungsorte: Gedenktafeln für Johann Steegmann (Repelen) und Willi Müller (Meerbeck), Gedenkstein für Johann Esser (Rheinhausen-Trompet), Geschichtsstationen zur NS-Zeit sowie das neugestaltete Foyer der Hermann-Runge-Gesamtschule.
Diese Orte leben durch die kontinuierliche Vereinsarbeit – durch Schulprojekte, Gedenkveranstaltungen und die Begegnung mit Zeitzeugen.